Auszeichnung für klimasensible Quartiersentwicklung

Mobilitätskonzept und Nachnutzung von Gebäuden hervorgehoben

Als eines von bundesweit 18 „Klimaquartieren in der Städtebauförderung“ ist der Fliegerhorst im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Berlin im März 2025 ausgezeichnet worden. Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht nahm die Plakette im Rahmen der Abschlussveranstaltung zu dem gleichnamigen Forschungsprojekt entgegen und stellte im Rahmen eines Ausstellungsrundgangs die Maßnahmen zur Entwicklung des ehemaligen Fliegerhorstgeländes vor.

„Klimaschutz und Klimaanpassung sind nicht als isolierte Themen zu betrachten, vielmehr müssen sie integrativ in die städtische Entwicklung eingebunden werden. Auf dem Fliegerhorst haben wir diesen Weg von Anfang an beschritten und ermöglichen damit möglichst nachhaltige und zukunftsweisende Quartiere. Die Auszeichnung als Klimaquartier ist eine tolle Anerkennung für dieses Engagement“, sagt Schacht.

Prägende Gebäude erhalten und umnutzen

Das Projekt Fliegerhorst zeigt, wie gezielte Klimaschutzmaßnahmen und eine anpassungsfähige Stadtplanung auf einem ehemaligen Militärgelände miteinander kombiniert werden können – mit dem Ziel, ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Wohnumfeld zu schaffen. Gewürdigt wurde unter anderen die Nachnutzung von prägenden Bestandsgebäuden: Während die Planungen für das Offizierskasino und den Tower noch laufen, steht das Stabsgebäude kurz vor der Vergabe. Ein weiteres Gebäude wird durch die GSG umgebaut, um Wohnraum für Studierende zu schaffen.

Mobilitätskonzept und Wassermanagement

Auch das Mobilitätskonzept Oldenburgs wurde hervorgehoben: Entwickelt wird ein autoarmes, fahrrad- und fußgängerfreundliches Quartier unter Einbindung von zentralen Quartiersgaragen und Mobilitätshubs, die etwa Ladepunkte für Elektroautos und Carsharing vorsehen. Bereits erfolgt ist die Anbindung an den ÖPNV. Zur Klimaanpassung werden mehrere Regenrückhaltebecken angelegt, die unter anderem überschüssiges Wasser bei Starkregenereignissen aufnehmen können. Zudem wurde die Ofenerdieker Bäke freigelegt und wird mit dem umliegenden Bäkepark ein grünes Band durch die Quartiere bilden – als eine von verschiedenen geplanten Grünanlagen.

Zum Projekt „Resiliente Stadtentwicklung – Klimaquartiere in der Städtebauförderung“

Zum Abschluss des bundesweiten Forschungsvorhabens „Klimaquartiere in der Städtebauförderung“ wurden 18 Kommunen mit Vorbildcharakter ausgezeichnet. In den Klimaquartieren werden beispielsweise Gebäude und Quartiere energetisch saniert, überbaute Flächen entsiegelt oder Baumaterialien recycelt. Interessierte können auf der Seite der Städtebauförderung auf die Steckbriefe der einzelnen Kommunen zugreifen », Vertiefungsthemen nachlesen und praxisnahe Anregungen für eigene Projekte gewinnen. Näheres zur „Praxisbox Klimaquartiere“ » sowie ausführliche Informationen zur Entwicklung gibt es auf den Seiten zum Fliegerhorstgelände ».

Zuletzt geändert am 2. April 2025