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Alexanderstraße
Start und Details der vier Bauphasen stehen fest – Lange Vollsperrung wird vermieden
Lückenschluss Alexanderstraße: Am 13. April geht es los
Das Startdatum steht: Die Stadt Oldenburg plant ab Montag, 13. April 2026, den baulichen „Lückenschluss“ auf der Alexanderstraße zwischen dem Knotenpunkt Alexanderstraße/Bürgerfelder Straße/Im Dreieck und der Bahnüberführung. Ziel der Sanierungsmaßnahme ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Straße an heutige sowie zukünftige verkehrliche, technische und bauliche Anforderungen anzupassen. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) ausgeführt, der die Entwässerungskanäle sowie die Hausanschlussleitungen erneuert beziehungsweise neu herstellt. Nach dem Kanalbau zieht die Stadt mit dem Straßenbau nach.
Thomas Mehrtens, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenbau, erklärt, warum die ein Jahr andauernde Maßnahme in vier Bauphasen gegliedert wurde: „Durch die detaillierte Aufteilung des Bauablaufs reduzieren wir die Dauer der erforderlichen Sperrungen so weit wie möglich. Die Phasen werden teilweise parallel beziehungsweise überlappend durchgeführt. Wir wollen die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger, natürlich unter Beachtung der Sicherheit, so gering wie möglich halten – und so vermeiden wir eine lange Vollsperrung.“
Die vier Bauphasen
Bauphase 1 auf der Ostseite der Alexanderstraße
Phase 1 beginnt am Montag, 13. April 2026, und wird etwa zweieinhalb Monate dauern. Auf der Ostseite der Alexanderstraße werden Hausanschlüsse für Misch- und Regenwasser hergestellt sowie Erd-, Versorgungs- und Entwässerungsarbeiten durchgeführt. Während dieser Phase kann der Verkehr stadtauswärts aufrechterhalten werden. Stadteinwärts erfolgt die Umleitung über den Brookweg, Rauhehorst, Friedhofsweg und die Elsässer Straße beziehungsweise Von-Finckh-Straße. Hierfür ist es erforderlich, in der Elsässer Straße beziehungsweise Von-Finckh-Straße zusätzliche Halteverbote einzurichten. Im Bereich der Kreuzung Elsässer Straße/Sedanstraße/Friedrich-August-Platz wird für die Dauer der Umleitung eine provisorische Ampel aufgestellt. Die Verkehrsführung wurde unter anderem in Abstimmung mit der Feuerwehr festgelegt.
Zudem wird der stadtauswärts führende Geh- und Radweg voll gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger können den gegenüberliegenden Gehweg nutzen, während der Radverkehr über die Bürgerfelder Straße und die Feldstraße zur Alexanderstraße umgeleitet wird. Auch der Busverkehr ist von der Sperrung betroffen. Zwischen der Straße Im Dreieck in Richtung Süden und der Theodor-Pekol-Straße wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Weitere Informationen dazu sind bei der VWG » erhältlich.
Start der Bauphase 2 voraussichtlich im Mai
Phase 2 beginnt voraussichtlich im Mai 2026 und dauert etwa drei Monate. In diesem Zeitraum werden die Regenwasserleitungen im Abschnitt von der Kreuzung Bürgerfelder Straße bis zur Höhe der Hausnummer 235 erneuert und an die Südbäke angeschlossen. Außerdem wird der Mischwasserkanal von einem Düker unter der Südbäke an erneuert. Im Anschluss werden der Straßenkörper und ein Teil der Nebenanlagen neu hergestellt. Für diese Arbeiten muss der betroffene Straßenabschnitt vollständig gesperrt werden. Anliegerinnen und Anlieger können den Baustellenbereich in der Regel weiterhin erreichen. Je nach Baufortschritt kann es jedoch zeitweise zu Einschränkungen kommen.
Für die Anwohnenden im Dreieck wird für die Dauer der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich eine provisorische Umfahrung über das Grundstück Hausnummer 251 eingerichtet. Eine Umleitung führt wie in Bauphase 1 über den Brookweg, Rauhehorst, Friedhofsweg und die Elsässer Straße beziehungsweise Von-Finckh-Straße. Des Weiteren wird eine weitere Umleitung von der Kreuzung Nadorster Straße über den Stiftsweg, den Scheideweg bis zur Kreuzung Bürgerbuschweg/Alexanderstraße eingerichtet. Entsprechende Hinweisbeschilderungen werden auch auf den betroffenen Autobahnabschnitten aufgestellt. Die Umleitung für den Radverkehr erfolgt über die Bürgerfelder Straße und die Feldstraße.
Ab Sommer Vollsperrung für Bauphase 3 notwendig
Phase 3, die zentrale Bauphase, schließt sich ab Sommer 2026 an und ist mit rund fünf Monaten kalkuliert. In dieser Phase werden die Hauptkanäle für Misch- und Regenwasser hergestellt, die mittig in der Fahrbahn in einer Tiefe von etwa zweieinhalb bis drei Metern verlaufen. Im Anschluss wird der Straßenkörper neu hergestellt. Aufgrund der notwendigen Baugruben ist eine Vollsperrung in dieser Phase nach umfassender Prüfung alternativlos. Ziel ist es, die Fahrbahn bis zum Jahresende 2026 wieder für den Verkehr freizugeben. Die Nebenanlage auf der Westseite wird in dem Zuge schrittweise fertiggestellt. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt wie in Bauphase 2.
Abschluss mit Bauphase 4 bis März 2027 geplant
Phase 4 beinhaltet die Fertigstellung der Oberflächenbefestigung auf der östlichen Nebenanlage einschließlich Parkflächen und Pflanzbeete. Während dieser Phase kann der Verkehr stadtauswärts wie in Phase 1 aufrechterhalten werden. Der Abschluss aller Maßnahmen ist witterungsabhängig für März 2027 vorgesehen.
Über die Bauphase
Warum der Lückenschluss notwendig ist
Der gegenwärtige Zustand des betroffenen Abschnitts ist baulich unzureichend. Die Fahrbahn weist eine Breite von 7,60 Metern auf und liegt stadtauswärts höher als die angrenzenden Nebenanlagen. Die Entwässerung erfolgt derzeit über Grünstreifen in Richtung der Geh- und Radwege, was funktionale Einschränkungen und einen erhöhten Unterhaltungsaufwand zur Folge hat. Zudem entsprechen die bestehenden Verkehrsflächen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine sichere und verlässliche Nutzung durch alle Verkehrsteilnehmenden.
Klare Trennung der Verkehrsarten und Anpassung der Höhenlagen
Im Rahmen des Ausbaus wird die Alexanderstraße an den Standard einer Hauptverkehrsstraße angepasst. Vorgesehen ist eine 6,50 Meter breite Asphaltfahrbahn. Die Nebenanlagen werden beidseitig durch Hochborde klar von der Fahrbahn getrennt. Damit wird die räumliche Trennung der Verkehrsarten deutlich verbessert – insbesondere zugunsten des Rad- und Fußverkehrs. Ergänzend wird die Höhenlage zwischen Haltestellenbereichen und Knotenpunkt neu abgestimmt: Die Fahrbahn wird moderat abgesenkt, die Nebenanlagen werden – angepasst an die angrenzenden Grundstücke – ebenfalls leicht abgesenkt und durch Bordsteine getrennt.
Die Stadt Oldenburg bittet Anwohnende sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen. Die Verwaltung hat am 15. Dezember 2025 in einer Informationsveranstaltung Anliegerinnen und Anliegern die Planungen vorgestellt. » Rechtzeitig vor dem Start der Arbeiten werden Betroffene noch einmal umfassend informiert.
Über die Kosten der Straßenbaumaßnahme
Für die geplante Straßenbaumaßnahme sind im städtischen Haushalt insgesamt rund 1,8 Millionen Euro vorgesehen. Bis zu 60 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG) gedeckt, wodurch sich der Eigenanteil der Stadt entsprechend reduziert.
OOWV schickt Schreiben für Hausanschlüsse raus
Die im Zuge der Maßnahme notwendige Erneuerung der Kanäle erfolgt unabhängig von der Straßenbaumaßnahme durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Für die erstmalige Herstellung der Regenwasser-Hausanschlüsse ist eine Kostenübernahme durch die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer vorgesehen. Diese werden hierzu gesondert schriftlich vom OOWV informiert.
Zuletzt geändert am 2. April 2026
