Algen sorgen für bräunliche Verfärbungen
Gesundheitsamt: Hunde sollten nicht aus dem See trinken und Menschen darin nicht baden
Seit Mitte März 2025 tauchen sie wieder vermehrt auf: bräunliche Verfärbungen am Uferbereich des Kleinen Bornhorster Sees. Dazu sagt Klaus-Michael Esch, der für die Badeseen in Oldenburg zuständige Fachdienstleiter Infektionsschutz: „Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, Hunde derzeit anzuleinen und nicht aus dem See trinken zu lassen. Bürgerinnen und Bürger sollten zudem außerhalb der Badesaison von einem Badegang in dem Gewässer absehen.“ Das Wasser in dem Oldenburger Badesee wird in der Badesaison vom 15. Mai bis zum 15. September vom Gesundheitsamt regelmäßig beprobt und überwacht ».
Woher kommt die Verfärbung des Wassers?
Grund für die Verfärbung des Wassers im Kleinen Bornhorster See sind abgestorbene Zellen der Burgunderblutalgen. Sie schwimmen in Schlieren oder als Klumpen auf der Wasseroberfläche und verfärben diese rötlich-braun. Die Algen wachsen auch bei tiefen Temperaturen in den Wintermonaten sehr gut.
Geht von den Algen eine Gefahr aus?
Die Algen sind in der Lage, Giftstoffe zu produzieren. Die Burgunderblutalgen zählen trotz ihrer Farbe zu den Blaualgen (Cyanobakterien), die für ihre Haut- und Schleimhautreizung bekannt sind. So wurde auch bei Hunden von allergischen Reaktionen, Durchfallerkrankungen und gelegentlichen Leberschäden nach Aufnahme berichtet.
Wie geht es nun weiter?
„Gegen die Alge kann man leider wenig machen“, resümiert Esch. Sie gedeihe bei guter Wasserqualität und aufgrund der Klimaerwärmung. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht das Gesundheitsamt zwar keine Veranlassung, außerhalb der Badesaison den See zu beproben, da bei dieser Witterung nicht mit Badenden zu rechnen sei. Dennoch werde in der 13. Kalenderwoche eine orientierende Probe gezogen.
Zuletzt geändert am 20. März 2025