Andreas Maier: „Der Teufel“

Lesung & Gespräch

Konstellationen: Gut und Böse

„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau“ … Willkommen in der Welt der Guten und der Bösen! Wir schreiben die siebziger und achtziger Jahre, die Zeit des Blauen Bocks: Onkel J. sitzt vor den Nachrichten und versteht auf paradiesische Weise nichts, derweil seine geliebte Mutter während des schier endlosen ersten Golfkriegs älter und älter wird. Mittendrin hat Andreas seinen ersten linksutopisch unterfütterten Sex bei Räucherkerzenduft, und zu Besuch kommt das Tante Lenchen, das die DDR unverdrossen für das bessere System hält. Nicht zu vergessen Saddam Hussein: Eben noch im Kampf gegen dämonische Regime unterstützt, jetzt plötzlich selbst zum Teufel geworden.

Der Teufel, Andreas Maiers neuer, abgründiger, maliziös-witziger Roman kreist um die Bedeutung der Medien im täglichen Meinungswettstreit und um die Frage, ob und wie wir einen Überblick gewinnen können. Andreas Maier liest aus seinem Roman und spricht mit Ralph Hennings über die Konstruktion von Gut und Böse. Er ist Pastor der Lambertikirche und Kirchenhistoriker an der Carl von Ossietzky Universität. Der Althistoriker Michael Sommer moderiert ihren Austausch.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.

Zuletzt geändert am 25. Februar 2025