Oldenburg reagiert gelassen auf Klage der Deutschen Umwelt Hilfe

Die Stadt Oldenburg wird prüfen, welche konkreten Auswirkungen die Klage der DUH zu Fahrverboten haben wird. Zunächst einmal muss jedoch die offizielle Zustellung abgewartet werden. Unabhängig davon bleibt die Vermeidung von Fahrverboten oberstes Ziel der Stadt, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Modernisierung der Busflotte
Die Gutachter empfehlen vordringlich die Modernisierung der Busflotte fortzusetzen, um umgehend eine wirkungsvolle Stickoxid-Reduzierung und die Einhaltung des Jahresgrenzwerts für Stickstoffdioxid im Bereich des Hotspots am Heiligengeistwall zu erreichen. Dieses Paket ist im Zusammenwirken mit dem Land Niedersachsen bereits auf den Weg gebracht:
 
Bis zum Dezember 2020 sollen ausschließlich Fahrzeuge betrieben werden, die dem Abgasstandard Euro 6 entsprechen. Dazu werden

  • 2018: 20 Busse ersetzt sowie 6 Busse zur Leistungsausweitung zusätzlich beschafft,
  • 2019: 17 Busse ersetzt und 8 Busse zusätzlich zur Leistungsausweitung beschafft sowie
  • 2020: die verbleibenden 20 EEV-Fahrzeuge ersetzt.

Künftig deutlich weniger Emissionen durch Busse
Die für 2018 geplanten Maßnahmen sind bereits in der Umsetzung, die Finanzierung der Fahrzeugbeschaffung 2019 ist gesichert. Bereits im nächsten Jahr ist daher mit einer erheblichen Verringerung der auf Busse zurückführbaren Emissionen am Hotspot Heiligengeistwall zu rechnen.

Diese Umrüstung wird nach Berechnungen des Gewerbeaufsichtsamts Hildesheim die verkehrsbedingten Emissionen an Stickstoffdioxid (NO2) beziehungsweise Stickoxid (NOx) an der Messstelle Heiligengeistwall um 8,4 Prozent beziehungsweise 35,1 Prozent verringern. Bereits mit dieser Maßnahme kann die Einhaltung des gesetzlich vorgegebenen Jahresgrenzwertes für Stickstoffdioxid im Bereich der Messstelle Heiligengeistwall voraussichtlich fast erreicht werden.