Fragen und Antworten

Wissenswertes rund um den Alltag mit dem Coronavirus

Coronaviren gehören zu einer Familie von Viren, die verschiedene Krankheiten verursachen können. Seit Ende 2019 haben sich die Coronaviren weltweit ausgebreitet. Auch Deutschland ist von der Pandemie betroffen. Seit März 2020 haben sich daher viele neue Regelungen für den Alltag ergeben, die entsprechend der aktuellen Lage angepasst werden. Hier gibt es einen Überblick über häufig gestellte Fragen zum Leben mit dem Coronavirus.

Neuer Bund-Länder-Beschluss

Lockdown bis zum 31. Januar 2021 verlängert

Der Lockdown wird nach dem am 5. Januar 2021 gefassten Bund-Länder-Beschluss bis zum 31. Januar verlängert – und durch weitere Kontaktbeschränkungen verschärft. Private Zusammenkünfte sind demnach grundsätzlich nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Das gilt auch für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit. Die neuen Regeln treffen besonders Kitas und Schulen.

Das Land Niedersachsen hat dazu am 8. Januar 2021 eine neue Verodnung veröffentlicht »

Private Zusammenkünfte – Freunde/Familie treffen – Jede Art von Feier

Hiermit gemeint sind Treffen mit Familie und Freunden, sowie jede weitere Art von Zusammenkünften und Feiern. Dies gilt somit immer in der Wohnung/Haus/Grundstück/Garten oder Öffentlichkeit (unter freiem Himmel (wie Park, Fußgängerzone, Wald) sowie geschlossenen öffentlichen Räumen.

Wer darf sich treffen?

1. Mein Haushalt – Egal wie viele Personen
+ 1 Person

oder

2. Einzelperson in einem Haushalt
+ 1 Haushalt (egal wie viele Personen)

Hinweis

  • Begleitpersonen oder Betreuungskräfte von Menschen mit einer Behinderung oder Pflegebedürftigkeit sind bei der 1 Person-Regel nicht mit anzurechnen.
     
  • Kinder
    • Kinder sind wie Erwachsene als vollwertige Person zu zählen.
      Ausnahme: Kinder bis einschließlich 3 Jahren dürfen zusammen mit einem Elternteil/Betreuungsperson weiterhin einen anderen Haushalt besuchen.
    • Eine Ausnahme besteht hier beim Bringen und Abholen von Kindern und Jugendlichen zur Kita, Kindergarten und Schule oder ähnlichem.

Was muss ich hierbei beachten?
Das Abstandsgebot muss bei den oben genannten Treffen nicht eingehalten werden und es muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Wo gilt eine Maskenpflicht?

In allen Publikumsbereichen der Stadtverwaltung muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Grundsatz: Eine Maskenpflicht gilt immer, wenn der Mindestabstand 1,5 Metern nicht eingehalten werden.

  • Personennahverkehr (Zug, Bus, et cetera) – gilt nur für Kunden
    • mit den dazugehörigen Wartebereichen (Haltestelle et cetera)

In Oldenburg gilt seit dem 26. Oktober 2020 eine Verpflichtung, in der Innenstadt und weiteren Einkaufszentren eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hier finden Sie die aktuelle Allgemeinverfügung mit den neuen Corona-Maßnahmen »

Hinweis: Das Tragen einer einfachen Alltagsmaske schützt nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Es kann aber verhindern, dass andere Personen angesteckt werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist trotzdem unbedingt einzuhalten.

Welche Regelungen gibt es für Gastronomiebetriebe?

Gastronomiebetriebe wie zum Beispiel Cafés, Kneipen, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben bis mindestens 31. Januar 2021 geschlossen.

In Niedersachsen gelten Betriebsverbote für Gaststätten, Cafés, Restaurants oder auch Shisha-Bars. Ausgenommen sind der Außer-Haus-Verkauf und die Abholung von Speisen zum Verzehr außerhalb der jeweiligen Einrichtung. Der Mindestabstand von fünf Metern ist einzuhalten.

Der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen „To-Go“-Getränken ist verboten.

Was gilt im Einzelhandel?

Der Einzelhandel muss weiterhin geschlossen bleiben.

Lediglich der Verkauf von Lebensmitteln und Getränken sowie Waren des täglichen Gebrauchs ist weiterhin erlaubt.

Der Großhandel und Baumärkte bleiben für gewerbliche Kunden zugänglich.

Der Gesetzgeber hat eingeräumt, dass Abhol- und Lieferdienste auch im Einzelhandel möglich sind unter bestimmten Voraussetzungen.

Was gilt für Schulen und Kitas?

Der verlängerte Shutdown in der Corona-Pandemie hat auch weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb und die Kinderbetreuung. Grundsätzlich bleiben die Schulen bis zum 31. Januar geschlossen, es gelten aber folgende Ausnahmen »

An allen Berufsschulen in Oldenburg gilt seit Ende Oktober 2020 im Schulgebäude und auf dem Schulgelände für alle Schülerinnen und Schüler sowie für alle weiteren Personen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Für Schülerinnen und Schüler gilt diese Pflicht grundsätzlich auch im Unterricht. Lehrkräfte müssen im Unterricht nur dann eine Maske tragen, wenn sie den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sicherstellen können. Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen hat jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Mehr dazu finden Sie auf der Website des Kultusministeriums »

Wie sieht es mit Besuchen in Alten- und Pflegeheimen aus?

Pflegebedürftige in Heimen dürfen mit Einschränkungen besucht werden, allerdings nur unter strikten Hygiene-Auflagen. Besuch darf nicht empfangen werden, wenn es in der Einrichtung ein aktuelles SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen gibt.

Außerdem bleiben Tagespflege-Einrichtungen mit entsprechenden Hygienekonzepten geöffnet.

Was muss beim Sport beachtet werden?

Nicht zulässig sind Angebote des Freizeit- und Amateursportbetriebes in öffentlichen und privaten Sportanlagen, wobei die sportliche Betätigung im Rahmen des Individualsports allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstandes in diesen Sportanlagen zulässig bleibt.

Fitnessstudios und EMS Sportanlagen sind geschlossen.

Welche Regelungen gelten darüber hinaus im Freizeitbereich?

Auf Grundlage der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen.

Geschlossen sind etwa das Kulturzentrum PFL, das Literaturhaus, das Stadtmuseum, das Horst-Janssen-Museum, das Edith-Russ-Haus und die Artothek.

Auch alle Einrichtungen der Stadtbibliothek (Zentralbibliothek im PFL, Kinderbibliothek am PFL sowie die Stadtteilbibliotheken in Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek) sind geschlossen.

Ebenso entfallen Veranstaltungen wie Workshops und Führungen. Außerdem geschlossen sind: Kinos, Freizeitparks, Zoos, Spielhallen, Saunen, Thermen, Schwimmbäder sowie Fitnessstudios sowie Musikschulen.

Was gilt für Veranstaltungen?

Veranstaltungen sind verboten.

Wie ist es mit Beerdigungen?

In der Kirche und am Grab gelten unter Einhaltung eines vorhandenen Hygienekonzeptes folgende Regelungen:

  • Es gibt bei der Andacht in der Kirche und am Grab keine feste Personenanzahl.
  • Die Personenanzahl richtet sich nach dem jeweiligen Hygienekonzept der Einrichtung und muss auch dort erfragt werden.

Kaffeetafel nach der Beerdigung
Eine Kaffeetafel nach einer Beerdigung zu Hause oder in der Öffentlichkeit unterliegt den Voraussetzungen wie bei privaten Zusammenkünften.

Welche Regeln gelten für Hochzeiten?

Die Stadt Oldenburg hat folgende Regelungen für standesamtliche Trauungen bestimmt:

  • An allen Trauorten darf derzeit nur das Brautpaar teilnehmen sowie maximal eine weitere Person.
  • Alle Personen müssen mit Vorname, Nachname, Adresse und Telefonnummer auf einer Liste aufgeführt werden.
  • Es ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das Brautpaar darf die Mund-Nasen-Bedeckungen in der Zeremonie abnehmen.

Kirchliche Eheschließung
In der Kirche gelten unter Einhaltung eines vorhandenen Hygienekonzeptes folgende Regelungen:

  • Für die Trauung in der Kirche gibt es keine feste Personenanzahl.
  • Die Personenanzahl richtet sich nach dem jeweiligen Hygienekonzept der Einrichtung und muss auch dort erfragt werden.

Hochzeitsfeier
Eine Hochzeitsfeier nach der Trauung im eigenen zu Hause/Garten oder in der Öffentlichkeit unterliegt den Voraussetzungen wie bei privaten Zusammenkünften.

Welche Regelungen gelten für Reiserückkehrende und Einreisende?

Was muss ich beachten, wenn

  • ich aus dem Ausland wieder nach Oldenburg zurückkomme
  • oder wenn mich jemand aus dem Ausland besuchen will?

Hier finden Sie nähere Informationen für Reiserückkehrende und Einreisende »

Fragen zur Erkrankung an dem Coronavirus

Wie macht sich eine Infektion mit dem Coronavirus bemerkbar?

Coronaviren lösen Atemwegserkrankungen aus, sie verursachen milde Erkältungszeichen mit trockenem Husten und Fieber. Bei einigen Menschen kann eine Erkrankung am Coronavirus aber auch einen schweren Verlauf haben, sodass es zu Atemproblemen und einer Lungenentzündung kommen kann. Besonders anfällig sind Patientinnen und Patienten mit einer schweren Grunderkrankung. Die Grippe hat ganz ähnliche Symptome.

Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Ein begründeter Verdacht liegt vor,

  • wenn bei einem Menschen eine akute Atemwegsinfektion klinisch oder radiologisch (durch Röntgen) belegt ist und die Patientin oder der Patient Kontakt zu einem bereits infizierten Menschen hatte oder sich in naher Vergangenheit in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) deklarierten Risikogebiet aufgehalten hat.
  • Oder wenn akute Symptome für eine Atemwegserkrankung vorliegen und die Patientin beziehungsweise der Patient bis 14 Tage vor der Erkrankung Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Patienten hatte. 

Was passiert, wenn ein begründeter Verdacht besteht?

Wer den Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollte unbedingt seine Hausärztin oder seinen Hausarzt telefonisch informieren und auf keinen Fall unangekündigt persönlich in die Praxis fahren. Alternativ kann auch die Telefonnummer 116117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst) gewählt werden. Die Hausarztpraxis führt die erforderliche Diagnostik und Therapie durch und informiert das zuständige Gesundheitsamt.

Eine eindeutige Diagnose des Coronavirus ist nur über eine Labor-Analyse des Rachenabstrichs der Patientin oder des Patienten möglich. Das Ergebnis der Laboranalyse liegt innerhalb eines Tages vor. Bestätigt sich der Verdacht, leitet das Gesundheitsamt entsprechende Schritte ein. Es kontaktiert die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt, ermittelt die Personen, zu denen die betroffene Patientin oder der Patient zuletzt Kontakt hatte, und berät die Betroffenen.

Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

Das Coronavirus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Krankheitserreger werden beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft gegeben und können so von anderen Menschen eingeatmet werden. Auch eine Übertragung durch beispielsweise einen Kuss ist möglich.
Eine Ansteckung kann durch folgende Regeln vermieden werden:

  1. Abstand zu anderen Mitmenschen halten,
  2. regelmäßig die Hände mit Seife waschen,
  3. in die Armbeuge husten und niesen und
  4. sich nicht in das Gesicht fassen.

Eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus existiert noch nicht auf dem Markt.

Allgemeine Informationen zur persönlichen Infektionshygiene finden Sie in mehreren Sprachen hier:
General information on personal infection hygiene can be found in several languages ​​here:

Warum gibt es eine „Maskenpflicht“?

Eine Mund-Nasen-Bedeckung sollte zum Schutz vor dem Coronavirus getragen werden. Gerade, wenn notwendige Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, schützt die Maske Dritte vor unseren Viren. Da insbesondere in Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungsbetrieben, Supermärkten und auf dem Wochenmarkt die Abstandsregeln nicht dauerhaft eingehalten werden können, gibt es hier eine „Maskenpflicht“. Für den Alltag reichen Stoffmasken aus, medizinische Masken sind nicht notwendig. Es ist auch möglich sich einen Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase zu binden.

Hier finden Geschäfte- und Standinhabende Empfehlungen der Stadt Hamburg für die richtige Hygiene in Supermärkten und auf Wochenmärkten »

Was muss getan werden, wenn jemand mit dem Coronavirus infiziert ist und Krankheitssymptome zeigt?

Wenn eine Person mit dem Coronavirus infiziert ist und starke Krankheitssymptome zeigt, wird sie in einem geeigneten Krankenhaus stationär aufgenommen. Sie wird dort entsprechend ihrer Krankheitssymptomatik behandelt. Parallel dazu informiert das Gesundheitsamt bekannte Kontaktpersonen.

Bei leichten Krankheitssymptomen erfolgt die Quarantäne zu Hause. Das Gesundheitsamt kümmert sich um die Kontaktpersonen.

Was ist zu tun, wenn man mit einer Coronavirus-infizierten Person in Kontakt gekommen ist?

In diesem Fall sollten Betroffene das Gesundheitsamt ihres Wohn- beziehungsweise ihres ständigen Aufenthaltsortes anrufen, da die Verfolgung von Kontaktpersonen für die Bekämpfung der Ausbreitung des Virus von großer Bedeutung ist. Das Gesundheitsamt wird den Betroffenen, wenn sie keine weiteren Krankheitszeichen aufweisen, zunächst unter eine 14-tägige häusliche Quarantäne stellen. Häusliche Quarantäne heißt: Die Person darf ihre häusliche Umgebung nicht verlassen, was durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Gesundheitsamtes regelmäßig kontrolliert wird. Sollte die Person in dieser Zeit Krankheitssymptome verspüren, muss sie sich zunächst telefonisch an ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin sowie an das Gesundheitsamt wenden.

Was bedeutet häusliche Quarantäne?

Häusliche Quarantäne bedeutet die Trennung der betroffenen Person von anderen Menschen, um die Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und sonstigen lebensnotwendigen Gütern kann in diesem Fall zum Beispiel durch Lieferservice oder Nachbarn sichergestellt werden.

Was ist zu tun, wenn jemand selbst mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt?

Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt, wird zunächst in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. In dieser Zeit wird sich das Gesundheitsamt täglich mit der betroffenen Person in Verbindung setzen, um ihren Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Was tut das Gesundheitsamt ganz konkret?

Das Gesundheitsamt hat alle Hausärztinnen und Hausärzte über den Umgang mit dem Coronavirus informiert und steht im Austausch mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium. Darüber hinaus ist das Gesundheitsamt in Krisenstäben der Krankenhäusern Oldenburg und hat mit diesen einen klaren Handlungsplan erarbeitet, der mögliche Szenarien abdeckt. Das Gesundheitsamt steht in täglicher Verbindung mit den in Quarantäne befindlichen Menschen in Oldenburg. Es steht in engem Kontakt zu Seniorenheimen und anderen Einrichtungen. Außerdem berät das Gesundheitsamt Bürgerinnen und Bürger zu Corona.