Fragen und Antworten

Wissenswertes rund um den Alltag mit dem Coronavirus

Coronaviren gehören zu einer Familie von Viren, die verschiedene Krankheiten verursachen können. Seit Ende 2019 haben sich die Coronaviren weltweit ausgebreitet. Auch Deutschland ist von der Pandemie betroffen. Seit März 2020 haben sich daher viele neue Regelungen für den Alltag ergeben. Hier gibt es einen Überblick über häufig gestellte Fragen zum Leben mit dem Coronavirus.

Fragen und Antworten zum „Alltag“ mit Corona

Wie kann ich beispielsweise meinen Ausweis verlängern oder mein Auto zulassen?

Die Bürgerbüros in Oldenburg sind geöffnet. Allerdings muss im Vorfeld ein Termin vereinbart werden. Dies erfolgt über die Online-Terminvereinbarung » oder telefonisch unter 0441 235-4444. Aufgrund der aktuellen Situation ist es nicht möglich, die Anliegen mehrerer Personen, etwa Ehepaare, mit nur einem Termin gleichzeitig zu bearbeiten. Es gilt daher: eine Person pro Termin.

Wo kann ich Gartenabfälle, aber auch Elektrogeräte, Papier oder Bauschutt entsorgen?

Die Wertstoffannahmestellen Neuenwege und Langenweg haben wieder ihren normalen Betrieb aufgenommen. Grünabfälle, aber auch Stoffe wie Altholz, Elektrogeräte, Metalle, Bauschutt und Erdaushub sowie Papier und Altglas können dort entsorgt werden. Sperrmüll wird nur an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege angenommen. Die Corona-bedingten Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsregeln gelten weiterhin. Hier finden Sie wichtige Hinweise zur aktuellen Anlieferung sowie zur Entsorgung »

Wir haben bald einen Hochzeitstermin im Standesamt. Wie viele Gäste dürfen an der Trauung teilnehmen?

Die Zahl der Teilnehmenden an Hochzeiten, Familienfeiern und Beisetzungen wird in der neuen Verordnung, welche von Montag, 8. Juni, an gilt, erhöht – und zwar auf 50 Personen. Es ist jedoch auch so, dass jeder Trauort aufgrund der örtlichen Gegebenheiten selber entscheiden darf, wie viele Personen an einer Trauung teilnehmen dürfen. Daher dürfen im Oldenburger Standesamt weiterhin nur maximal zehn Personen – inklusive Brautpaar und Fotograf – teilnehmen.

Bei den externen Trauorten wie dem Schloss sind bis zu 14 Personen möglich, im Hofgärtnerhaus im Schlossgarten sind es zehn Personen. Im Stadtmuseum und im Teepavillon im Schlossgarten ist die Gesamtzahl auf jeweils sechs Personen beschränkt. Eine Pflicht zur Benutzung von Mund- und Nasenbedeckungen besteht an keinem Ort. Es wird aber empfohlen, zum Schutz der anderen Gäste eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (so wie in den städtischen Gebäuden).

Die Personenanzahlen resultieren aus der Größe der Räume und der nach wie vor geltenden Abstandsregel von mindestens 1,50 Meter. Solange das Abstandsgebot nicht aufgehoben wird, müssen wir uns auf diese Anzahl beschränken.

Wie viele Menschen dürfen an einer Trauerfeier teilnehmen?

Seit Montag, 18. Mai 2020, stehen die Andachtshallen auf den beiden städtischen Friedhöfen wieder für Trauerfeiern zur Verfügung. Allerdings wird die Anzahl der zugelassenen Personen auf 20 beschränkt.

Die Zeremonie in der Kirche, darf unter bestimmten Voraussetzungen sowie der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln stattfinden.

Beisetzungen sowie kurze Andachten und der letzte Gang zum Grab sind möglich. Bis zu 20 Personen dürfen daran teilnehmen. Bitte weisen Sie in den Familienanzeigen auf diese Regeln hin.
   
Das gemeinsame Kaffeetrinken im Anschluss an eine Beerdigung ist nur im Rahmen der Kontaktbeschränkung möglich.

Wie viele Freunde und Verwandte dürfen mich besuchen?

Inzwischen dürfen sich zwei Haushalte treffen. Ein befreundetes Paar oder eine Familie mit Kindern darf also zu Besuch kommen. Dabei sollte jedoch weiterhin darauf geachtet werden, die persönlichen Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen.

Darf ich Sport treiben?

Ja, wer möchte, kann (weiterhin) Sport machen. Dabei gibt es jedoch einige Einschränkungen.

Joggen, Spazieren gehen oder walken im Freien sind beispielsweise erlaubt. Dabei muss jedoch der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Es dürfen maximal Personen aus zwei Haushalten gemeinsam Sport machen.

Sporthallen dürfen seit Montag, 25. Mai 2020, wieder eröffnen. Das Sportbüro der Stadt Oldenburg hat gemeinsam mit dem Stadtsportbund entschieden, dass die städtischen Hallen seit Mittwoch, 27. Mai 2020, wieder eröffnen. Die Benutzung von Dusch-, Wasch- und Gemeinschaftsräumen in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist ab Montag, 8. Juni 2020, wieder zulässig. Weiterhin müssen Sporttreibende einen Abstand von zwei Metern einhalten.

Auch Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. Duschen, Umkleidekabinen und die Sauna des Studios dürfen jedoch nicht geöffnet werden. Sporttreibende müssen einen Mindestabstand von 2 Metern einhalten und nach der Nutzung müssen die Sportgeräte desinfiziert werden. Zur Verfolgung möglicher Infektionsketten müssen die Kundinnen und Kunden Ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Wann darf ich wieder reisen?

Seit Montag, 11. Mai 2020, sind in Niedersachsen Urlaube in Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen, Booten und Wohnmobilstellplätzen wieder möglich. Die Wiederbelegungssperre wird durch die niedersächsische Verordnung vom 8. Juni 2020 aufgehoben.

Seit Montag, 25. Mai, dürfen Hotels, Pensionen und Jugendherbergen wieder öffnen. Die Zimmer dürfen nach weniger als sieben Tagen neu belegt werden. Die maximale Auslastung liegt bei 60 Prozent und wird mit der Verordnung vom 8. Juni auf 80 Prozent erhöht.

Weiterhin sind mit der Verordnung ab Montag, 8. Juni, touristische Schifffahrten und Busfahren mit Ristriktionen erlaubt. Gleiches gilt für Seilbahnen, Boots- und Fahrradverleih, Kutschfahren sowie Stadtführungen.

Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung für Touristinnen und Touristen herausgegeben. Diese gilt voraussichtlich bis zum 14. Juni 2020.

 

Seit einiger Zeit werden die Maßnahmen gelockert. Was sind die nächsten Schritte?

Das Land Niedersachsen hat einen Fünf-Stufen-Plan erstellt. Stufe Vier tritt am Montag, 8. Juni, in Kraft. Folgende Regelungen gelten in dieser Stufe:

Schulen

Seit Montag, 25. Mai 2020, kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11, 7/8, 5/6, 2 und 1 stufenweise an die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen zurück.

Sport und Freizeit

Mit der niedersächsischen Verordnung von Montag, 8. Juni 2020, sind Outdoor-Gruppentrainings auch außerhalb von Sportanlagen mit einem Trainer oder einer Trainerin zulässig. Teilnehmende müssen dabei auf die geltenden Abstandsregeln achten.

Freibäder dürfen öffnen. Es sind jedoch die Personenzahl, Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Das OLantis Freibad » ist seit Montag, 25. Mai 2020, wieder geöffnet. Die Öffnung des Freibads am Flötenteich » ist für Mitte Juni geplant.

Outdoor-Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise der Abenteuerspielplatz » oder Minigolf-Anlagen, dürfen unter Einschränkung bei Personenzahl und mit erhöhten Hygieneanforderungen öffnen. Die Öffnung von Fitnesscentern, Wettbüros und Spielcasinos sind ebenfalls unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erlaubt.
Outdoor-Sportanlagen sind geöffnet für alle Sportarten, bei denen Mindestabstand durchgängig sichergestellt ist.

Mit der neuen Verordnung dürfen ab Montag, 8. Juni, auch Bars und Kneipen öffnen.

Kinos bleiben weiterhin geschlossen.

Veranstaltungen

Versammlungen zum Gottesdienst und zur Religionsausübung sind in dafür gewidmeten Räumen erlaubt.

Mit der neuen Verordnung sind ab Montag, 8. Juni 2020, auch wieder kulturelle Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, erlaubt. Maximal dürfen jedoch 250 Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Die Veranstaltung muss als Sitzveranstaltung gestaltet sein. Außerdem müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Veranstalterinnen und Veranstalter müssen zusätzlich die Kontaktdatenerfassen.

Sonstige Veranstaltungen, Demonstrationen ausgenommen, bleiben verboten.

Dienstleistungen

Personennahe Dienstleistungen sind unter Einhaltung der Hygienekonzepte zugelassen.

Tourismus und Gastronomie

Gastronomiebetriebe (innen und außen) dürfen öffnen. Die 50-Prozent-Regel fällt weg, weiterhin müssen die Tische aber in einem Abstand von zwei Metern zueinanderstehen. Zugelassen sind Restaurants, Gaststätten, Cafés, Biergärten sowie seit Montag, 8. Juni, Bars und Kneipen. Diskotheken müssen noch geschlossen bleiben.

Hotels und Pensionen dürfen Zimmer auch nach weniger als sieben Tagen neubelegen. Die maximale Auslastung liegt bei 60 Prozent. Die Auslastungsgrenze steigt ebenfalls für Jugendherbergen, Landschulheime und Familienbildungsstätten auf 60 Prozent an.

Die 7-Tage-Regel bleibt für Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Camping- und Wohnmobilstellplätze bestehen.

Weitere Fragen und Antworten zum Alltag in der Corona-Pandemie gibt es auch auf der Seite des Landes Niedersachsen »

 

Fragen zur Erkrankung an dem Coronavirus

Wie macht sich eine Infektion mit dem Coronavirus bemerkbar?

Coronaviren lösen Atemwegserkrankungen aus, sie verursachen milde Erkältungszeichen mit trockenem Husten und Fieber. Bei einigen Menschen kann eine Erkrankung am Coronavirus aber auch einen schweren Verlauf haben, sodass es zu Atemproblemen und einer Lungenentzündung kommen kann. Besonders anfällig sind Patientinnen und Patienten mit einer schweren Grunderkrankung. Die Grippe hat ganz ähnliche Symptome.

Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Ein begründeter Verdacht liegt vor,

  • wenn bei einem Menschen eine akute Atemwegsinfektion klinisch oder radiologisch (durch Röntgen) belegt ist und die Patientin oder der Patient Kontakt zu einem bereits infizierten Menschen hatte oder sich in naher Vergangenheit in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) deklarierten Risikogebiet aufgehalten hat.
  • Oder wenn akute Symptome für eine Atemwegserkrankung vorliegen und die Patientin beziehungsweise der Patient bis 14 Tage vor der Erkrankung Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Patienten hatte. 

Was passiert, wenn ein begründeter Verdacht besteht?

Wer den Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollte unbedingt seine Hausärztin oder seinen Hausarzt telefonisch informieren und auf keinen Fall unangekündigt persönlich in die Praxis fahren. Alternativ kann auch die Telefonnummer 116117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst) gewählt werden. Die Hausarztpraxis führt die erforderliche Diagnostik und Therapie durch und informiert das zuständige Gesundheitsamt.

Eine eindeutige Diagnose des Coronavirus ist nur über eine Labor-Analyse des Rachenabstrichs der Patientin oder des Patienten möglich. Das Ergebnis der Laboranalyse liegt innerhalb eines Tages vor. Bestätigt sich der Verdacht, leitet das Gesundheitsamt entsprechende Schritte ein. Es kontaktiert die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt, ermittelt die Personen, zu denen die betroffene Patientin oder der Patient zuletzt Kontakt hatte, und berät die Betroffenen.

Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

Das Coronavirus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Krankheitserreger werden beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft gegeben und können so von anderen Menschen eingeatmet werden. Auch eine Übertragung durch beispielsweise einen Kuss ist möglich.
Eine Ansteckung kann durch folgende Regeln vermieden werden:

  1. Abstand zu anderen Mitmenschen halten,
  2. regelmäßig die Hände mit Seife waschen,
  3. in die Armbeuge husten und niesen und
  4. sich nicht in das Gesicht fassen.

Eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus existiert noch nicht auf dem Markt.

Allgemeine Informationen zur persönlichen Infektionshygiene finden Sie in mehreren Sprachen hier:
General information on personal infection hygiene can be found in several languages ​​here:

Warum gibt es eine „Maskenpflicht“?

Eine Mund-Nasenbedeckung sollte zum Schutz vor dem Coronavirus getragen werden. Gerade, wenn notwendige Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, schützt die Maske Dritte vor unseren Viren. Da insbesondere in Einzelhandelsgeschäften, Supermärkten und auf dem Wochenmarkt die Abstandsregeln nicht dauerhaft eingehalten werden können, gibt es hier eine „Maskenpflicht“. Für den Alltag reichen Stoffmasken aus, medizinische Masken sind nicht notwendig. Es ist auch möglich sich einen Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase zu binden.

Auch in Bussen, Bahnen und Zügen gilt die „Maskenpflicht“.

Hier finden Geschäfte- und Standinhabende Empfehlungen, für die richtige Hygiene in Supermärkten und auf Wochenmärkten »

Außerdem können Kundinnen und Kunden hier mehr zu den Hygiene- und Verhaltensstandards auf den Oldenburger Wochenmärkten lesen »

Was muss getan werden, wenn jemand mit dem Coronavirus infiziert ist und Krankheitssymptome zeigt?

Wenn eine Person mit dem Coronavirus infiziert ist und starke Krankheitssymptome zeigt, wird sie in einem geeigneten Krankenhaus stationär aufgenommen. Sie wird dort entsprechend ihrer Krankheitssymptomatik behandelt. Parallel dazu informiert das Gesundheitsamt bekannte Kontaktpersonen.

Bei leichten Krankheitssymptomen erfolgt die Quarantäne zu Hause. Das Gesundheitsamt kümmert sich um die Kontaktpersonen.

Was ist zu tun, wenn man mit einer Coronavirus-infizierten Person in Kontakt gekommen ist?

In diesem Fall sollten Betroffene das Gesundheitsamt ihres Wohn- beziehungsweise ihres ständigen Aufenthaltsortes anrufen, da die Verfolgung von Kontaktpersonen für die Bekämpfung der Ausbreitung des Virus von großer Bedeutung ist. Das Gesundheitsamt wird den Betroffenen, wenn sie keine weiteren Krankheitszeichen aufweisen, zunächst unter eine 14-tägige häusliche Quarantäne stellen. Häusliche Quarantäne heißt: Die Person darf ihre häusliche Umgebung nicht verlassen, was durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Gesundheitsamtes regelmäßig kontrolliert wird. Sollte die Person in dieser Zeit Krankheitssymptome verspüren, muss sie sich zunächst telefonisch an ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin sowie an das Gesundheitsamt wenden.

Was bedeutet häusliche Quarantäne?

Häusliche Quarantäne bedeutet die Trennung der betroffenen Person von anderen Menschen, um die Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und sonstigen lebensnotwendigen Gütern kann in diesem Fall zum Beispiel durch Lieferservice oder Nachbarn sichergestellt werden.

Was ist zu tun, wenn jemand selbst mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt?

Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt, wird zunächst in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. In dieser Zeit wird sich das Gesundheitsamt täglich mit der betroffenen Person in Verbindung setzen, um ihren Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Was tut das Gesundheitsamt ganz konkret?

Das Gesundheitsamt hat alle Hausärztinnen und Hausärzte über den Umgang mit dem Coronavirus informiert und steht im Austausch mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium. Darüber hinaus ist das Gesundheitsamt in Krisenstäben der Krankenhäusern Oldenburg und hat mit diesen einen klaren Handlungsplan erarbeitet, der mögliche Szenarien abdeckt. Das Gesundheitsamt steht in täglicher Verbindung mit den in Quarantäne befindlichen Menschen in Oldenburg. Es steht in engem Kontakt zu Seniorenheimen und anderen Einrichtungen. Außerdem berät das Gesundheitsamt Bürgerinnen und Bürger zu Corona.