Oberbürgermeister will am Ball bleiben

Planung und Bau von drei Kunstrasenplätzen wird vorangetrieben

Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner jüngsten Sitzung die Vorlage aus dem Sportamt verwandelt: Drei Kunstrasenplätze, so der Beschluss, sollen bis 2021 auf städtischen Sportanlagen errichtet werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will nun am Ball bleiben und Tempo machen. „Wenn alles gut läuft, könnte der erste Platz im Herbst nächsten Jahres entstehen. Davon profitieren besonders Vereine mit großen Jugendfußballabteilungen, die starken Zulauf im Mädchenfußball haben“, hofft Krogmann. 750.000 Euro sind für den ersten Kunstrasenplatz eingeplant. Mit den im nächsten Jahr voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mitteln ließen sich in 2019 darüber hinaus auch bereits die Planungen für die beiden weiteren Plätze vorantreiben.

Sportausschuss wählt Standorte aus
Der Sportausschuss hat in seiner Sitzung am 13. Februar 2019 die Standortauswahl getroffen. Konsens bestand darüber, dass vorrangig der Westen, Süden und Nordwesten der Stadt – diese Bezirke verfügen derzeit noch über keine Kunstrasenplätze – bedacht werden. Festgelegt wurde, dass im ersten Schritt ein Kunstrasenplatz an der Kennedystraße entstehen soll. Dort kommen der TuS Bloherfelde und der TuS Eversten als Nutzer in Betracht. Außerdem ist aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Schulzentrum Eversten sowie zu dem mit Sport-Schwerpunkt arbeitenden Gymnasium Eversten eine intensive Nutzung durch Schulen gegeben. Im zweiten Schritt soll ein Naturrasenfeld auf der Sportanlage Alexandersfeld (Post SV) in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Als dritter Standort kommt danach die Anlage an der Brandenburger Straße an die Reihe. Hier handelt es sich ebenfalls um einen Rasenplatz an einem Schulstandort (IGS Kreyenbrück), der von mehreren Vereinen für unterschiedliche Sportarten genutzt wird: FC Medya, FC Wittsfeld und Victoria (Fußball), VfB Oldenburg (Cricket) und Schwarz-Weiß Oldenburg (Baseball).

Laut dem vom Rat am 17. Dezember 2018 gefassten Beschluss soll nach der Fertigstellung der drei Kunstrasenplätze über den Bau von zwei weiteren Plätzen mit künstlichem Grün beraten werden.

Gewinn für Sport-Infrastruktur der Stadt
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht in den geplanten Investitionen einen Gewinn für die Sport-Infrastruktur der Stadt. „Die natürlichen Rasenplätze leiden immer häufiger unter extremen Wetterlagen. In der vergangenen Saison sind so viele Spiele ausgefallen wie nie zuvor, weil die Naturrasenplätze über mehrere Monate für längere Zeit gesperrt waren“, erinnert Krogmann.

Allgemein gilt, dass ein guter Rasenplatz 800 Stunden im Jahr und ein Kunstrasenplatz 1.400 Stunden im Jahr genutzt werden kann. „Dieses Potenzial würde sich nicht nur entlastend bei der Vergabe von Sporthallenzeiten im Winter auswirken, sondern uns auch in die Lage versetzen, überbeanspruchte Rasenplätze vorübergehend aus der Nutzung zu nehmen, um wirkungsvoll Pflegemaßnahmen umzusetzen“, ergänzt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport.

Rasenplätze, Felder und Flächen in Oldenburg
Die Stadt Oldenburg verfügt insgesamt über 41 Naturrasenspielfelder und drei Kunstrasenplätze. Hinzu kommen noch Kleinspielfelder und Bolzflächen sowie sieben vereinseigene Anlagen.