Nach dem Fest

Kennen Sie das auch: Man freut sich mit viel Vorlauf auf ein großes Ereignis. Endlich findet es statt. Noch großartiger, noch glänzender als erhofft. Und dann ist es einfach vorüber? Man schüttelt sich und denkt: War es das jetzt wirklich? Monatelang haben wir auf unser Jubiläum im letzten Jahr hingearbeitet. Die vier Veranstaltungen der Reihe ‚Konstellationen‘, das Filmportrait des Literaturbüros von den Medienstudenten aus Hannover, die Lesezeichen mit den Schriftsteller-Zitaten aus dem Jahr 2017, die Arbeit an der Anthologie, die Vorbereitung des Festaktes schließlich. Alles irgendwie nebenbei, denn auch das kontinuierliche Programm, die jährlichen Projekte liefen ja weiter. Ende November haben wir dann gefeiert. Viele von Ihnen waren dabei. Es gab Grußworte. Es gab Glückwünsche. Es gab herzliche Worte für uns und unsere Arbeit. Am Tag danach haben wir uns geschüttelt, noch etwas müde, noch etwas verkatert. War es das jetzt wirklich? Ja, das war es wohl, das Jubiläumjahr.

Zum Glück wird vieles davon bleiben. Der Film, das Buch, die Bilder vom Fest. Die Reihe ‚Konstellationen‘ setzen wir in neuer Kooperation fort. Ab sofort ist das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität unser Partner bei dem Projekt. Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und stellvertretender Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentags, wird nun den Austausch der Schriftsteller mit den Wissenschaftlern moderieren. Manche von Ihnen haben ihn schon als Moderator in unserem Programm erlebt, denn im Oktober hatten wir ihn als Gesprächspartner für den Schriftsteller Jakob Hein eingeladen.

Es bleiben, neben der Reihe ‚Konstellationen‘, bewährte Formate, wie die LiteraTour Nord, wie ‚Fremde Federn‘ und die ‚Lesebühne Metrophobia‘. Es bleibt die Begeisterung, mit der wir aus den jährlichen Neuerscheinungen eine Auswahl für Sie treffen, die in unser Programm einfließt. In den ersten drei Monaten des Jahres sind es die neuen Romane von Saskia Hennig von Lange, Nino Haratischwili, Steven Uhly, Angelika Klüssendorf, Henriette Dyckerhoff und Michael Kumpfmüller, die wir für Sie ausgewählt haben.

Bei aller Konstanz achten wir weiter darauf, flexibel zu bleiben, Veränderungen in der Literaturszene wahrzunehmen, Veränderungen der Gesellschaft im Blick zu behalten. Die größte und unverzichtbarste Konstante bei alldem sind aber Sie, unser Publikum. Wenn Sie uns treu bleiben, schauen wir mit viel Zuversicht in die kommenden Jahre.

Ed