27.10.2020

Steigende Coronazahlen: Stadt trifft weitere Maßnahmen

Oldenburg. Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen will die Stadt Oldenburg auf die steigenden Infektionszahlen mit dem Corona-Virus in der Stadt und dem Umland reagieren. Die sogenannten „Präventionsmaßnahmen – Oldenburg gegen Corona“ werden mit einer Allgemeinverfügung umgesetzt. Diese umfasst insbesondere die Anordnung einer generellen Maskenpflicht für die Innenstadt sowie weiterer stark belebter Bereiche, wie etwa die großen Einzelhandelsstandorte in Wechloy, Kreyenbrück oder Etzhorn. Die Maskenpflicht gilt zunächst bis zum 10. November.

„Das Zusammentreffen von vielen Menschen aus unterschiedlichen Orten stellt derzeit ein erhebliches Infektionsrisiko dar“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Deshalb hat sich die Stadt entschlossen, ein ganzes Maßnahmenbündel zu beschließen, um auf die steigenden Infektionszahlen zu reagieren. Dabei hat Krogmann nicht nur die Zahlen innerhalb der Stadt im Blick.“ Wir sehen, dass wir im Bereich unserer Großleitstelle deutlich über einem Inzidenzwert von 50 liegen, diesen drastischen Anstieg müssen wir bei unseren Entscheidungen berücksichtigen, die Lage ist kritisch“, so Krogmann.

Deshalb wird die Veranstaltung „Grünkohlsonntag“ am 1. November nicht stattfinden. In der Folge entfällt auch der anlassgebende Faktor für den verkaufsoffenen Sonntag, der daher ebenfalls abgesagt wird. Außerdem wird auch der Lamberti-Markt 2020 nicht stattfinden, ein lange Zeit für möglich gehaltenes alternatives weihnachtliches Angebot in der Innenstadt entfällt ebenfalls.

„Wir haben wochenlang Konzepte geprüft, um den Lamberti-Markt möglich zu machen“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Letztlich konnte keiner der geprüften Ansätze die notwendige Sicherheit bieten.“

Der Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes, Dr. Holger Petermann, sieht in einer derart stark besuchten Veranstaltung ein nicht zu beherrschendes Risiko: „Nach Abwägung aller Umstände sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir den Lamberti-Markt in diesem Jahr nicht veranstalten können, weil die Abstands- und Hygieneregeln kaum einzuhalten sein werden und dadurch die Übertragungswahrscheinlichkeit des Virus zunehmen dürfte. Beim Charakter eines offenen Marktes wäre bei zahlreichen Besucherinnen und Besuchern aus der Region eine Kontaktpersonennachverfolgung unmöglich, so dass der Verbreitung weiter Vorschub geleistet würde.“

Der Lamberti-Markt hätte vom 24. November bis 22. Dezember gedauert, er muss erstmals wegen äußerer Umstände abgesagt werden.